Umfragen, Themenerhebung, Motivforschung und Co. Ein Sittenbild

Hier unten habe ich euch einen Artikel vom Standard, Ausgabe 25.2.2014 eingeblendet. Mir geht es dabei gar nicht so sehr um Minister A oder Ministerin B. Mir geht es einzig und allein darum, dass hier Jahr für Jahr  in unserer Republik von Bundesregierung, Ländern und Gemeinden Millionen an Steuergeld fürs "Nachdenken"  und "Nachdenken und Erforschen lassen" ausgegeben wird. Die Meinungsforscher und Betriebsberater und Experten freuen sich, wenn sie saftige Rechnungen ausstellen können. Aber braucht es wirklich für alles ausgelagerte "Vor - und Nachdenker"?  Wozu werden denn dann alle die beamteten Fachhexperten in den Ministerien und Landhäusern mit Steuergeld bezahlt. Da sitzen doch die besten Experten in den eigene Abteilungen. Wäre doch mal ein Sparansatz für diese neue Bundesregierung, der viel Geld spart und gleichzeitig wohl dasselbe, erwünschte Ergebnis an Information und Innovation liefert. Aber bitte lesen Sie selbst...........

151. "Der Standard" vom 25.02.2014 Seite: 6 Ressort: Inland Bundesland, Bundesland Abend
Ministerin forschte für Minister
Karmasins Motivforschung diente mehreren Ressorts
Wien – Erfahrungen in ihrem Arbeitsgebiet hat sie: Eine Anfragebeantwortung durch Vorgänger Reinhold Mitterlehner zeigt auf, dass die heutige Familienministerin Sophie Karmasin 2009 mit ihrer damaligen Karmasin.Motivforschung GesmbH im Auftrag des Familienstaatssekretariats eine Umfrage zum Thema „Gleichbehandlung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt“ durchgeführt hat und dafür mit 12.700 Euro plus Mehrwertsteuer entlohnt worden ist.
Den Beantwortungen einer Anfrageserie der Grünen Martina Schenk ist zu entnehmen, dass der damalige Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich nicht nur das „Image der Landwirtschaft u. Agrarzahlungen“ um 9500 Euro erheben ließ, sondern auch 52.000 Euro für eine „Themenentwicklung“ seines Ressorts ausgegeben hat, zudem 3500 Euro, um die Bewusstseinsbildung zu Radverkehr und Klimaschutz voranzubringen. Die „Zukunft des Bundesheeres“ interessierte im Jänner 2013 (da fand die Volksbefragung statt) Minister Norbert Darabos – Gruppendiskussionen kosteten 29.000 Euro.
Das Außenministerium beauftragte allein 2013 eine „Studie über die Wahrnehmung und Zukunft der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (Euro 98.050) sowie eine Studie über die spezifische Sichtweise von Frauen gegenüber der EU (Euro 62.000)“.
65.000 Euro ließ sich das Finanzministerium eine Umfrage zum Glücksspiel kosten, um 75.500 Euro untersuchte Karmasin für die Justiz das Vertrauen in dieselbe. Das Kanzleramt und weitere vier Ministerien wollten von Karmasin nichts wissen. (cs)

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Themen: Politik Zukunft

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